ZUHAUSE – JÜDISCH – HEUTE – HIER

 

Am Mittwoch, dem 3. April 2019 um 19:30 Uhr

 

im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr

 

in der Stadtbücherei Derendorf, Blücherstraße 10, 40477 Düsseldorf

 

 

 

Zuhause – Jüdisch – Heute – Hier , ein gewagtes Motto in Zeiten, in denen in allen wichtigen Medien der neue Antisemitismus in Deutschland thematisiert wird. Schon Georg Kreisler sang „Ich fühl mich nicht zu Hause, ich spür's in allen Poren, auch wenn ich hier zu Hause bin. Ich hab hier nichts verloren, und wo soll ich denn hin?“ Da tut es gut, sich an Lieder und Texte zu erinnern, in denen diese Problematik angesprochen aber auch überwunden wird: Aussagen von deutschen Autoren, die sich zuhause und fremd fühlen, Anekdoten, die sich über Anpassung, Überanpassung bis zum Leugnen des Jüdisch-Seins lustig machen. Einige historische Lieder, Ausdruck der Freude und des Feierns, lockern das Schwere des Themas auf.

 

 

 

 

 

KÄSTNER PROBEWEISE – DER TITEL DES PROGRAMMS : DIE KLEINE FREIHEIT

 

Am Donnerstag, dem 13. Juni 2019 um 18:30 Uhr

 

im Familienbildungswerk Meckenheim, Kirchplatz 1 – 53340 Meckenheim

 

 

 

Wer nicht auf die Welt kommt, hat nicht viel verloren“, sagt Erich Kästner in seinem „kurzgefaßten Lebenslauf“. Man kann dahingestellt sein lassen, wie das aus seiner Sicht aussah: immerhin ist er von der Schulbank weg in den ersten Weltkrieg gezogen, hat das Verbrennen seiner Bücher miterleben müssen und zum zweiten Mal die Welt in Flammen gesehen. Aber auch auf seine vielen Damenbekanntschaften, auf wohlbegründete Anerkennung und internationalen Ruhm hätte er verzichten müssen, wenn er „im All auf einem Ast“ sitzen geblieben wäre. Aus der Perspektive der Welt wäre es jedenfalls ein herber Verlust gewesen, wenn Kästner nicht am 23. Februar 1899 in Dresden ihr Licht erblickt hätte. Max Erben gestaltet facettenhaft ein Gesamtbild von Erich Kästner – dem Menschen, Dichter und Zeitkritiker. Die Lieder stehen im Mittelpunkt und werden begleitet und eingerahmt von Gedichten, Aphorismen und autobiographischen Aussagen Kästners.

 

 

 

 

 

JIDDISCHE LIEDER – FUN FAYERDIKE UN ANDERE TEG

 

Am Samstag, dem 22. Juni 2019 um 11:00 Uhr

 

auf dem 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag im

 

Wichern – Kultur- und Tagungszentrum, Stollenstraße 36, 44145 Dortmund

 

 

 

Ohne Vertrauen wären das jüdische Volk und seine Religion in all den Stürmen der Geschichte schon vor Jahrhunderten verschwunden. Vertrauen, teils nicht mehr zu begreifendes Vertrauen ist die Basis des jüdischen Volkes, was auch in vielen Volksliedern ausgedrückt wird. Neben den weltlichen Liedern um Liebe, Handwerk, Arbeit und Armut führt mein Programm in seinen Liedern und Anekdoten gerade dieses Grundbewusstein vor. Max Erben knüpft an die große Tradition des jiddischen Kabaretts an. In lockerer Folge wechseln Lieder, witzige und – einmalig für Deutschland – jiddisch! vorgetragene Anekdoten. Der Zuschauer stellt erstaunt fest, dass er fast alles versteht! Vor dem Geiste der Zuhörer entsteht das osteuropäische Städtl mit seinen Heiratsvermittlern, seinen kleinen Handwerkern, mit den verliebten Maidlech und den Studenten mit Schläfenlocken und die naiv gläubigen Anhänger der chassidischen Rabbiner. Die Freude an den Festen und Feiern des Städtl teilt sich uns mit, aber auch Trauer bei dem Gedanken, dass diese Welt des osteuropäischen Judentums für immer ausgelöscht wurde. Max Erben begleitet sich mit der Gitarre.